Gefühlt ist die schöne Wanderfahrt Neuruppin 2015 noch nicht lange her und doch ist schon wieder ein Jahr vergangen und die nächste Wanderfahrt stand an.

Diesmal übergab Klaus Neumann den Staffelstab an den diesjährigen Fahrtenleiter Martin Sonnenberger. Der schickte uns prompt in seine wunderschöne Heimatstadt Lübeck.

 

Freitag, 3. Juni war es dann soweit. Die Ruderinnen und Ruderer fuhren verteilt in drei Autos nach Lübeck. Gegen 18:00  trafen wir uns in der Gaststätte unseres Gastgebers, der Lübecker Rudergesellschaft 1885 e.V. am Rande der Altstadt.

Zwei Weit- bzw. Weltreisende kamen noch hinzu. Martin Neumann traf per Bahn aus Bonn ein und  Martin Sonnenberger kam direkt mit dem Flieger aus Übersee über Hamburg eingeflogen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen verzog sich dann jeder nach und nach in seine Unterkunft. Der Arbeitsalltag steckte den meisten sicher noch in den Knochen.

 

Am nächsten Morgen, Samstag 4. Juni, trafen wir uns 9:00 im Verein. Nachdem Martin bereits seinen “Verpflichtungen” als Fahrtenleiter nachgekommen war und eingekauft hatte, wurde gemeinsam gefrühstückt.

Der Wettergott brachte uns pure Sonne und sommerliche Temperaturen. So konnte es danach gut gelaunt an die Aufteilung der Bootsbesatzungen gehen. Wir waren 9 Ruderer und Ulrike als Coach und Stadttouristin.

 

Folgende Besatzungen wurden aufgestellt :

  • D-Gig “Blinkfüer”, 4er mit Stm.
  • Bettina Kupper, Julia Navarro, Jörg Dahn, Frank Leihbecher, Andree Krause

 

  • C-Gig “Travemünde”, 3er mit Stm. Martin Sonnenberger, Klaus Neumann, Martin Neumann,                                      Thomas Neumann

 

 

Das erklärte Tagesziel war eine Tour die Wakenitz entlang bis zum Ratzeburger See. Um jedoch zur Wakenitz zu gelangen, stand uns noch eine klassische “Wanderrudertour” im wahrsten Sinne des Wortes bevor.

Wir mussten die Boote auf Wagen legen und etwa 300 m zu Fuß in zügigem Wanderschritt schieben, um sie in den Zuleitungskanal einzusetzen. 10:30 ging es dann los über den kurzen Zuleitungskanal zur Wakenitz. Unter einer besonders flachen Brücke hieß es zwischenzeitlich im Boot langlegen.

Boote mit Verbrennungsmotoren sind auf der Wakenitz weitgehend verbannt. Die Gefahr, Schwimmer oder Paddler zu rammen bestand jedoch umso mehr.

Es war eine wunderschöne naturbelassene Umgebung. Man konnte sich ein wenig wie am Amazonas fühlen. Krokodile trafen wir allerdings nicht.

Nach einer Stunde Fahrt war Zeit für eine Rast zwecks Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes. Es wurde in Absalonshorst, einer wunderschön gelegenen Gaststätte angelegt. Danach ging es weiter bis zum riesigen Ratzeburger See, welcher den Wendepunkt der Tagestour darstellte.

Auf der Rücktour legten wir wiederum in Absalonshorst an. Diesmal für ein zünftiges Mittagessen. Es war nicht einfach, einen Liegeplatz für die Boote zu finden. Mittlerweile waren Heerscharen von Paddlern eingetroffen.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann auf die letzte Etappe nach Hause.

Innerhalb der Mannschaften wurden mit jedem Stopp die Plätze getauscht, so dass fast jeder auch mal das Steuer bedienen musste, was sich zuweilen als nicht einfach herausstellte.

Die Wakenitz ist an einigen Stellen sehr schmal und kurvenreich. Hinzu kommen Heerscharen von Paddlern, zuweilen zusätzlich Schwimmer und Elektroboote. Da waren unsere Steuerleute ordentlich gefordert, was zuweilen in schöne Schlängellinien mündete. Mehrmalige Berührungen der Ruderblätter mit dem Ufergebüsch blieben da nicht aus. Schade dass Jörgs GPS Empfänger dies nicht in dem Maße getrackt hat. Wir hätten uns sicher gern ein paar Kilometer mehr ins Fahrtenbuch eingetragen.

Gegen 16:30 legten wir wieder am Zuleitungskanal an und der Rest des Weges wurde wieder im zügigen Wanderschritt zurückgelegt, die Boote auf den Wagen. Insgesamt lag unsere Tagesleistung bei 28 Km.

 

Am Abend erkundeten wir die schöne Lübecker Altstadt zu Fuß.  Dabei zeigte Martin neben seinen Qualitäten als Fahrtenleiter auch sein besonderes Talent als Touristenführer mit großer Sachkenntnis.

Beschlossen wurde der Abend in der Traditionsbrauerei “Brauberger” bei leckerem hauseigenem  Bier und einem zünftigen Abendessen.

 

Am nächsten Morgen, Sonntag 5.Juni, trafen wir uns wiederum zum gemeinsamen Frühstück im Bootshaus. Wieder hatte Martin bereits die frischen Brötchen gekauft.

Das Wetter war uns auch am Sonntag hold, so konnten wir entsprechend gestärkt die Boote zu Wasser bringen und diesmal am Vereinssteg einlegen, ohne vorher eine Landwandertour unternehmen zu müssen.

10:20 legten wir ab. Es war eine klassische Stadtrundfahrt rund um die schöne Lübecker Altstadt angesagt. Es gab wunderbare Ausblicke auf die Silhouette der Altstadt.

 

Natürlich musste im Boot posierend ein Foto vor dem Holstentor geschossen werden. Das Foto gelang auch, nur musste man sich aufgrund der vielen Bäume das Tor halt denken.

 

Zwischenzeitlich wurde auch kurz angelegt, ohne auszusteigen. Martins Bruder versorgte uns mit einem leckeren “Tannenzäpfle”.

Danach ging es wieder auf den Heimweg. 12:30 legten wir nach 14 km wieder am Steg des Rudervereins an.

Nach dem Reinigen und Verstauen der Boote in der Halle war noch genügend Zeit, um eine Weile in der vereinseigenen Gaststätte die zwei schönen Tage Revue passieren zu lassen. Einige nutzten die Zeit auch, um ins kühle Nass zu springen.

Gegen 14:30 verabschiedeten wir uns alle und traten gut gelaunt die etwa 300 km lange Heimreise an. Martin zog es vor, auf unserer Seite des Atlantiks zu bleiben und mit uns nach Berlin zu kommen.

 

Es hat allen einen großen Spaß gemacht. Lübeck ist eine sehr schöne Stadt mit herrlichem Ruderrevier.

 

 

Herzlich gedankt sei Martin Sonnenberger, unserem diesjährigen Fahrtenleiter.

Auch möchten wir der Lübecker Rudergesellschaft 1885 e.V. für die tolle Gastfreundschaft und die zur Verfügung gestellten Boote danken.

Natürlich sei auch dem Wettergott Dank geschuldet. Hat er uns doch mit purer Sonne, sommerlichen Temperaturen und fast Windstille verwöhnt.

 

 

Eure Teilnehmer an der Wanderfahrt Lübeck 2016